Umlegung der Bundesstraße B275

Antrag vom: 21.10.2020
Vorlagen-Nr.: 16-21/1681
Der Antrag wurde:
am 29.10.2020 von der StvV. verwiesen in den Ausschuss
  • Energie Wirtschaft Verkehr

Stadtverordneter B. Wagner stellt den Antrag auf Verweisung in den Ausschuss für Energie, Wirtschaft und Verkehr. Hierzu soll Hessen Mobil eingeladen werden. Da keine Gegenredeentsteht, ist der Antrag in den Ausschuss verwiesen.


Antragstext

Der Magistrat wird beauftragt, eine Umlegung der B275 im Friedberger Stadtgebiet zu prüfen. Als neue Variante für die B275 ist folgender Verlauf zugrunde zu legen: ausgehend von der B3 Abfahrt Gießener-Str. über Pfingstweide und Freseniusstr. zur Hauptstr. in Fauerbach (siehe Abb. 1). Es ist zu prüfen:

ob die gesamte Streckenführung der neuen Variante als Bundesstraße geeignet ist und welche Maßnahmen andernfalls erfolgen müssen, um die Eignung zu gewährleisten,

welche Kosten durch evtl. notwendige Maßnahmen für die Stadt Friedberg entstehen werden und

ob ggf. notwendige Umbaumaßnahmen an den Brückenunterführungen entlang der Strecke im Rahmen von turnusmäßigen Instand­haltungs­maß­nahmen durchgeführt werden können.

Der Magistrat wird aufgefordert, die Ergebnisse der Überprüfung bis zur ersten Stadtverordnetenversammlung in 2021 zu präsentieren.

Begründung

Eine erfolgreiche Umlegung der B275 bedeutet, dass Homburger Str., Teile der Kaiserstr., die Saarstr., Fritz-Reuter-Str. und ein Großteil der Ortsdurchfahrt Fauerbach (Hauptstr.) nicht mehr Bundesstraße sind. Die veränderten Zuständigkeiten und Rahmenbedingungen ergeben sich enorme Vorteile und viele neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Stadt, u.A.: eine Aufwertung von Fauerbach, flexiblere Gestaltungsmöglichkeiten für Fahrrad- und Fußwegeverbindungen, mehr Sicherheit an Schulen und Kindertagesstätten entlang der jetzigen B275 und weniger Autoverkehr in der Innenstadt

  1. Ein Beispiel für das Potential dieser Umlegung kann am Knotenpunkt Fritz-Reuter-Str./Hauptstraße in Fauerbach verdeutlicht werden: Die aktuelle Verkehrssituation ist unbefriedigend. Die Stadt hat bisher aber kaum Handlungsspielraum, weil die B275 diesen Knotenpunkt passiert. Nach einer Umlegung kann die gesamte Gestaltung der Verkehrsflächen neu geordnet werden. Im Zuge einer Umlegung ist evtl. ein Kreisverkehr und sogar eine zweite Anbindung des neuen Wohnquartiers “Zur Zuckerfabrik” über die Fritz-Reuter-Str. denkbar. Die zweite Zufahrt zum Wohnquartier wird dann wiederum zu einer Verkehrsentlastung am Kindergarten Am Rübenberg und somit dort zu mehr Sicherheit für die Kinder führen.
  2. Ein weiterer Vorteil, der sich aus einer Umlegung der B275 aus der Innenstadt heraus ergibt, ist die Möglichkeit, Verkehrsflächen im Bereich der Schulen auf die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern angepasst umzugestalten und das vorhandene Gefahrenpotential der Schulwege zu entschärfen.(z.B. zur Grundschule Fauerbach, Adolf-Reichwein-Schule, Johannes-Vatter-Schule).
  3. Fauerbachs „Neue Mitte“, am ehemalige Autohaus Kuhl, liegt dann nicht mehr direkt an einer vielbefahrenen Bundesstraße. Auch hier wird eine Umgestaltung der Straße zu mehr Sicherheit und höherer Wohn- und Lebensqualität führen.
  4. Selbst ohne große Umgestaltungen wird eine Umlegung der Bundesstraße dazu führen, dass Navigationsgeräte andere Routenvorschläge machen, was eine inner­städtische Verkehrsentlastung mit weniger Lärm und Schadstoffen zur Folge hat.
  5. Das Gewerbegebiet Pfingstweide hingegen kann von einem zunehmenden Durch­gangsverkehr nur profitieren.
  6. Der Ausbau von Radwegen wird erleichtert und ermöglicht bsplw. eine durch­ge­hende Radwegeverbindung zwischen Innenstadt und geplantem Kino am Elvis­kreisel.