Geschützter Fahrradweg Frankfurter Straße

Antrag vom: 05.12.2019
Vorlagen-Nr.: 16-21/1354
Antragsteller*in: Bernd Stiller
Der Antrag wurde:
am 12.12.2019 von der StvV. verwiesen in den Ausschuss
  • Energie Wirtschaft Verkehr

Die Stadtverordnetenversammlung einigt sich, den Antrag in die Ausschüsse für Energie, Wirtschaft und Verkehr sowie im Haupt-und Finanzausschuss zu verweisen.

am 20.02.2020 von der StvV. angenommen

Abstimmungsergebnis:
Einstimmig beschlossen
Ja 42 Nein 0 Enthaltung 0

Der Antrag ist aber noch nicht umgesetzt

Antragstext

  1. In der Frankfurter Straßevon Ecke Homburger Straße bis zum Elvis-Presley-Kreisel wird beidseitig ein geschützter Fahrradweg gebaut.
  2. Der Qualitätsstandard soll sich nach den Qualitätsstandards für Radverbindungen und den Musterlösungen für Radverbindungen der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) des Landes Hessen richten, veröffentlicht auf der Websitewww.nahmobil-hessen.de.
  3. Die Fahrradwege sollen als „geschützte“ Fahrradstreifen angelegt werden nach dem Vorschlag des ADFC in seinem Positionspapier geschützte Fahrradstreifen.(Vergl. link)

Der Magistrat wird beauftragt, die Möglichkeit eines geschützten Radfahrstreifens in der Frankfurter Straße zwischen Kreisel Straßheimer Straße und Homburger Straße in Absprache mit Hessen Mobil zu prüfen.

Begründung:

Zu 1.: Dieser Antrag versteht sich als Ergänzung zu dem schon von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Radwegeausbau in der Kaiserstraße und der Frankfurter Straße. Da die Umgestaltung der Kaiserstraße von der Burg bis zur Ecke Ockstädter Straße noch auf sich warten lässt, ist es sinnvoll, sich zuerst auf den südlichen Teil des Radweges zu konzentrieren. Zudem ist dies die direkte Verbindung von der Innenstadt zum geplanten Kino und zum Haupteingang der Kaserne.

Mit der Errichtung des Radweges soll die Verkehrswende in Friedberg vorangebracht werden. Verkehrswende bedeutet, Mobilität mit möglichst wenig CO2-Ausstoßzu fördern. Es sollen Anreize geschaffen werden, mehr zu Fuß, mit dem Rad oder dem ÖPNV unterwegs zu sein.

Zu 2.: Vergleiche Link .Radwege müssen bequem und besonders sicher sein. Sonst werden sie nicht oder kaum benutzt. Beispiele dafür gibt es in Friedberg leider genug. Deshalb ist es wichtig, Fahrradwege auf einem Qualitätsstandard zu bauen, der der aktuellen Diskussion entspricht. Sonst sindsie rausgeworfenes Geld.Die Breite der Frankfurter Straßelässt es ohne Probleme zu, gute Radwege anzulegen.Ziel ist es, eine möglichst große Gruppe der Friedberg Bevölkerung zu ermuntern, möglichst viele Wege mit dem Rad zurückzulegen.Friedberg ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen AGNH, die durch das Land initiiert wurde. Die AGNH hat aktuelle, praxisnahe Qualitätsstandards für Radwege veröffentlicht. Radwege werden dort in drei Kategorien eingeteilt. In unserem Fall geht es um die einfachste Kategorie „Radverbindungen“. In den Praxisbeispielen finden sich Lösungen für Kreuzungen und auch, wie Parkplätze für PKW mit den Radwegen in Einklang zu bringen sind.

Zu 3.: Der ADFC ist einer der wichtigsten nichtstattlichen Akteure in der AGNH. Um die Sicherheit von Radwegen und damit die Akzeptanz von Radwegen zu verbessern schlägt er in seinem Positionspapier „geschützte“ Radwege vor. Zahlreiche Best-Practice-Beispiele finden sich in dem Positionspapier. Sinn dieser Art Radwege ist es, in innerörtlichen Straßen, die viel frequentiert werden, die Radwege baulich getrennt vom Autoverkehr zu führen. Dies verhindert das tagtäglich zu beobachtende zu dichte Überholen von Radfahrern und das Parken auf den Radwegen. Beides gefährdet Fahrradfahrer in hohem Maße und führt dazu, dass bestimmte Personengruppen sich erst gar nicht mit dem Rad in den Verkehr wagen. Um der Gefährdung durch PKWszu entgehen fährt zudem ein großer Teil der Radfahrer verbotswidrig auf Bürgersteigen und gefährdet damit Fußgänger.Fahrradwege sollten zudem auf der Straße angelegt werden und nicht auf Fußwegen. Einmal, um nicht die Fußgänger zu gefährden, aber auch, um ein sicheres und bequemes Vorankommen der Radfahrer auf ebener Strecke zu gewährleisten.