Am Samstag, den 24. September stellten sich die Friedberger Grünen mit einem Stand an der Kaiserstraße den Fragen der Bürger*innen zum Thema Energiekrise. Mit dabei waren die Solarinitiative Wetterau als Ansprechpartner zum Thema Solarenergie sowie die Initiative Querstellen, denn das Thema Atomenergie wird gerade wieder stark diskutiert.
Bei freundlichem Wetter und insgesamt guter Stimmung stießen insbesondere die Balkonsolaranlagen, die man ganz einfach auch in Eigeninitiative an Balkonen befestigen kann, auf großes Interesse, zumal sich hier eine kostengünstige Maßnahme bietet, zumindest ein wenig Einfluss auf die energetische Verteuerung zu nehmen.
Deutlich wurde, dass es an kurzfristigen Möglichkeiten zur Energieumstellung fehlt. PV-Anlagen, Wärmepumpen, Dämmung, Energieberater, Handwerker etc. sind auf die Schnelle nicht zu bekommen. Sparen bleibt da momentan das Gebot der Stunde.
Deutlich wurde auch, dass vielen Nachfragenden in Energieberatungen aber auch von Handwerkern mit Blick auf die Kosten von einer Umstellung z.B. auf Photovoltaik und Wärmepumpen abgeraten wurde – eine nicht mehr nachvollziehbare Haltung, zum Schaden von Verbrauchern und Natur.
Rückfragen kamen auch zum Windpark Winterstein: Wie geht es weiter, was haben die Bürger*innen davon? Hier wäre eine aktive Kommunikation seitens der beteiligten Gemeinden sehr hilfreich.
Aber auch die Rolle der Stadtwerke und der OVAG bei der Entschärfung der kritischen Energie- und Kostensituation wurde hinterfragt. Es fehlen augenscheinlich aktive, kundenorientierte Konzepte bei diesen wichtigen lokalen Playern und es werden mehr Kommunikation und aktives Handeln gefordert.
Insgesamt gesehen erwiesen sich die Gespräche als sehr konstruktiv und nicht wenige der Besucher hatten bereits ihren Teil zur Umstellung getan, sehen aber dennoch mehr Möglichkeiten des Handelns und erwarten von der Politik weitere Erleichterungen beim Einsatz der Erneuerbaren Energien.
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