Die Grünen Friedberg werden die Entwicklungspläne der Bundeswehr, die vermutlich eine Abkehr von den ursprünglichen Plänen der Stadt bedeuten, kritisch und konstruktiv begleiten. Da die Entscheidung über die Standortwahl allein beim Bund liegt und die Stadt keinen Einfluss darauf hat, mahnen die Grünen nun zur Besonnenheit: Sie fordern alle Fraktionen auf, zum Wohle Friedbergs konstruktiv zusammenzuarbeiten, statt den Prozess für parteipolitische Profilierung zu nutzen.
Sollte die Bundeswehr das Gelände nicht vollständig beanspruchen, hat die Schaffung von Wohnraum oberste Priorität. Der Druck auf den ohnehin schon knappen Wohnungsmarkt in Friedberg wird voraussichtlich zusätzlich steigen, denn das Zivilpersonal der Bundeswehr wird ebenfalls Wohnraum benötigen.
Hierbei müssen die bereits von allen Fraktionen verabschiedeten städtebaulichen Leitlinien und Kennziffern bezüglich Bauweise und Preissegmenten konsequent weiterverfolgt werden. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Schaffung von bezahlbarem und sozialem Wohnungsbau, wofür entsprechende Fördermittel abzurufen sind. Gleichzeitig sehen die Grünen die Chance, moderne Standards der Stadtplanung – wie das Schwammstadtprinzip, eine autonome Energieversorgung sowie ein nachhaltiges Wasserkonzept – in Absprache mit der Bundeswehr zu integrieren. In diesem Prozess ist eine enge Abstimmung der politischen Parteien mit der Verwaltung und der Stadtgesellschaft essenziell, um die für Friedberg wichtigsten Schwerpunkte zu setzen und notwendige Infrastrukturprojekte voranzubringen.
Um weitere Verzögerungen in der Stadtentwicklung zu vermeiden, wünschen sich die Grünen eine zeitnahe Entscheidung des Bundes. Unabhängig vom Ausgang dieser Prüfung betonen sie zudem, dass die bereits initiierten Klimaschutz- und Mobilitätskonzepte mit voller Kraft weiterverfolgt werden müssen, um Friedberg für die Herausforderungen der Zukunft in Zeiten des Klimawandels weiterzuentwickeln.
[Text in einfacher Sprache:]
Die Grünen in Friedberg begleiten die Pläne der Bundeswehr kritisch.
Der Bund entscheidet allein über den Standort der Bundeswehr.
Die Stadt Friedberg kann diese Entscheidung nicht beeinflussen.Deshalb sollen alle Fraktionen sachlich zusammenarbeiten.
Es soll um das Wohl von Friedberg gehen.Die Politik soll den Prozess nicht für eigene Zwecke nutzen. Wenn die Bundeswehr nicht das ganze Gelände braucht, soll dort Wohnraum entstehen.Denn in Friedberg gibt es schon jetzt zu wenig Wohnungen.
Auch die Beschäftigten der Bundeswehr werden Wohnungen brauchen.Deshalb sind bezahlbare Wohnungen besonders wichtig. Auch Wohnungen für Menschen mit wenig Geld sollen gebaut werden. Dafür sollen Förder-Gelder genutzt werden.
Bei der Planung sollen auch moderne Ideen berücksichtigt werden. Zum Beispiel:
Regen-Wasser soll gespeichert werden. Die Stadt soll möglichst eigene Energie nutzen.
Auch ein nachhaltiger Umgang mit Wasser ist wichtig. Die Politik, die Stadt-Verwaltung und die Menschen in Friedberg sollen eng zusammenarbeiten.
Die Grünen wünschen sich eine schnelle Entscheidung vom Bund.Die Pläne für Klima-Schutz und bessere Mobilität sollen weiter umgesetzt werden.
So soll Friedberg gut auf die Zukunft und den Klima-Wandel vorbereitet werden.