Bündnis 90/Die Grünen Friedberg setzen auf soziale Teilhabe und lebendige Kultur

Wahlprogramm 2026 präsentiert konkrete Maßnahmen für eine inklusive Stadt

Einen Fokus des Wahlprogramms zur Kommunalwahl legen Bündnis 90/Die Grünen Friedberg auf soziale Gerechtigkeit, Barrierefreiheit und kulturelle Vielfalt. Unter dem Leitmotiv „Friedberg – eine lebenswerte Stadt für alle“ fordern die Grünen konkrete Schritte für mehr Teilhabe in allen Lebensbereichen – von bezahlbarem Wohnraum über inklusive Bildung bis hin zu einem diskriminierungsfreien öffentlichen Raum.

Barrierefreiheit und Wohnraum als Grundpfeiler
Ein zentrales Anliegen ist der Abbau aller Arten von Barrieren: baulich, sprachlich und gesellschaftlich. Die Partei setzt sich für die verbindliche Schaffung barrierefreien Wohnraums ein, darunter die finanzielle Stärkung der Friedberger Wohnungsbaugesellschaft sowie Quoten für geförderten Wohnraum – sowohl im bestehenden Stadtgebiet als auch in der geplanten Kasernen-Nachnutzung. „Wohnen darf kein Luxus sein. Wir brauchen bezahlbare Mieten und Wohnungen, die den Bedürfnissen aller Menschen gerecht werden – ob mit Kinderwagen, Rollstuhl oder kleinem Budget“, betont die Grüne Stadtverordnete und Spitzenkandidatin Michaela Schremmer.

Gleichzeitig soll die Altstadt als lebendiges Quartier weiterentwickelt werden, das Generationen und Milieus verbindet. Geplant sind darüber hinaus mehr Sitzgelegenheiten, überdachte Aufenthaltsflächen und öffentliche Toiletten an Spielplätzen, um die Aufenthaltsqualität in Kernstadt und Ortsteilen zu steigern – ohne Konsumzwang.

Kulturförderung ist eine kommunale Aufgabe

Kulturelle und soziale Einrichtungen sollen nach dem Willen der Grünen dauerhaft gestärkt werden – von der Musikschule über das Wetterau-Museum bis hin zu Begegnungsorten wie dem dasgute.Haus oder dem Usa-Wellenbad. „Kultur ist ein wesentlicher Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts und spielt eine essenzielle Rolle für die Demokratie. Kulturförderung ist eine kommunale Aufgabe. Unser Anliegen ist es, in Friedberg das vielfältige kulturelle Angebot zu erhalten und weiter zu fördern. Dazu gehört auch die Stärkung des Theaters Altes Hallenbad als Spielstätte“, so Jonas Lohse, der auf Listenplatz 6 für die Grünen antritt.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Teilhabe von Menschen mit Migrations- oder Fluchtgeschichte sowie der Sichtbarkeit queerer Lebensrealitäten. „Friedberg soll eine Stadt sein, in der sich alle Menschen sicher fühlen – egal, woher sie kommen, wie sie lieben oder welche Sprache sie sprechen“, erklärt die Grüne Stadtverordnete Anette Kirsch-Altena. Stadtfeste und Begegnungsformate können den Dialog zwischen Kulturen und Religionen stärken. Ein Sozialpass für einkommensschwache Haushalte soll den Zugang zu Angeboten erleichtern, während kostenlose Deutschkurse und Sprachtreffs die Verständigung fördern.

Mit dem Ziel, Friedberg zur kinderfreundlichen Kommune zu entwickeln, fordern die Grünen mehr Generationengerechtigkeit, wohnortnahe Betreuungsangebote (eine KiTa für jeden Stadtteil) und die Förderung von Inklusion ab dem frühesten Alter.

Hintergrund:
Die Forderungen basieren auf Gesprächen mit Vereinen, Initiativen und Betroffenen, deren Expertise in die Programmentwicklung eingeflossen ist. Die vollständige Version des Wahlprogramms ist auf www.gruene-friedberg.de zu finden.

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