Bündnis 90/ Die Grünen fordern mehr Mut und Transparenz
Die Kaiserstraße soll durch ihre Umgestaltung zum „Herz und Wohnzimmer Friedbergs“ werden: als lebendiger Ort der Begegnung, des Einkaufens und des Genusses – und zugleich als Vorreiterin für Klimaschutz und Klimaanpassung im urbanen Raum. Bündnis 90/Die Grünen Friedberg setzen sich dafür ein, den Siegerentwurf des Gestaltungswettbewerbs unter aktiver Einbindung lokaler Akteur*innen wie dem Innovationsquartier und der Initiative „Friedberg hat’s“ umzusetzen. Zentrales Anliegen ist dabei der Erhalt möglichst vieler Bestandsbäume, um Hitzeinseln zu vermeiden, sowie die Schaffung von Aufenthaltsqualität für alle Generationen.
„Die Kaiserstraße bietet die Chance, Klimaschutz, Lebensqualität und wirtschaftliche Attraktivität miteinander zu verbinden“, betont Gudrun Friedrich, Grüne Stadtverordnete.
Gleichzeitig soll die Kaiserstraße als sozialer Kitt fungieren: „Ein Ort zum Wohlfühlen ist immer auch ein Ort der Demokratie – hier entscheidet sich, ob Menschen sich begegnen oder aneinander vorbeileben“, so Friedrich.
Der Fokus von Bündnis 90/Die Grünen bei der Entwicklung des Kasernengeländes liegt darauf, dass klare ökologische und soziale Kriterien umgesetzt werden. So soll ein CO₂-neutrales Schwammstadt-Konzept realisiert werden, das in Verbindung mit der Verwirklichung eines autoarmen Quartiers mit exzellenter ÖPNV-Anbindung und der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum zum Modellprojekt moderner Stadtentwicklung werden kann. „Wir wollen kein Öko-Quartier für Besserverdiener, sondern einen Ort, der Klimaschutz und bezahlbares Wohnen verbindet“, betont Michaela Schremmer, Grüne Stadtverordnete und Spitzenkandidatin.
Dass der Friedberger Bahnhof derzeit wenig einladend die zahlreichen Pendler*innen empfängt, sorgt bei allen Friedbergern*innen für großen Unmut. Daher fordern Bündnis 90/Die Grünen die zügige Umsetzung von Barrierefreiheit und nachhaltiger Mobilität am Bahnhof : „Der Bahnhof muss Tor zur Stadt für alle werden“. Insbesondere die Schaffung eines modernen Busbahnhofs, der barrierefreie Ausbau sowie die Förderung des Radverkehrs stehen künftig im Fokus Grüner Bemühungen. Nach der Ablehnung des Bürgerentscheids durch die konservative Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung zum geplanten Tunneldurchstich unterstützen die Grünen weiterhin die Bürger*innen-Initiative „Friedberg verbinden“, um diesen Bestrebungen Nachdruck zu verleihen.
Dass Grüne Konzepte praxisnah und realistisch sind , zeigt sich in den Forderungen nach enger Zusammenarbeit der Wirtschaftsförderung mit lokalen Gewerbetreibenden, einem aktiven Leerstandsmanagement sowie einer intensiven Kooperation mit der THM, deren Ressourcen es in wirtschaftlichen Fragen zu nutzen gilt. Zudem steckt in der Erschließung neuer Geschäftsfelder durch die Stadtwerke, etwa im Bereich erneuerbarer Energien, viel Potenzial. „Friedberg kann durch gezielte Investitionen in die Energiewende und den Ausbau der öffentlichen Mobilität sowohl den Klimaschutz stärken als auch wirtschaftliche Chancen erschließen“, betont Christoph Gruss, Grünes Ortsbeiratsmitglied und Kandidat für die Stadtverordnetenversammlung
So fordern die Grünen, dass endlich die energetische Sanierung der Bürgerhäuser in den Ortsteilen vorangetrieben wird und dass die Ortsbeiräte stärker eingebunden werden. Auch die Weiterentwicklung der Seewiese als innerstädtischer Erholungsraum soll in den nächsten Jahren insbesondere unter Beteiligung der Jugendlichen angegangen werden.
Im kulturellen Bereich setzen sich die Grünen für ein nachhaltiges Tourismuskonzept, die Wiedereröffnung eines Kinos sowie die Förderung bestehender Einrichtungen wie der Musikschule oder des Theaters Altes Hallenbad ein.
Letztlich fordern die Grünen bei allen Projekten, die demnächst in Friedberg umgesetzt werden, eine frühzeitige Beteiligung und Einbindung der Bevölkerung, insbesondere durch eine Aktualisierung der Homepage. „Transparente Entscheidungen und eine gute Kommunikation sind essenziell, um die Bürger*innen bei wichtigen Entscheidungen mitzunehmen und durch die daraus resultierende Akzeptanz letztlich auch unsere Demokratie zu stärken“, schlussfolgert Dr. Martin Saltzwedel, Grüner Spitzenkandidat.
Hintergrund
Die vorgestellten Punkte sind Teil des Kommunalwahlprogramms 2026, das Bündnis 90/Die Grünen Friedberg in diesen Wochen detailliert vorstellen. Die vollständige Version ist nachzulesen auf https://www.gruene-friedberg.de/kommunalwahl-2026/.

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