Grüne besuchen innovativen Bioenergie-Erzeuger energor in Ossenheim

Vorbild für nachhaltige Kreislaufwirtschaft

Mitglieder der Grünen Fraktionen im Stadtparlament Friedberg und Ortsbeirat Ossenheim haben den Bioenergie-Erzeuger energor besucht, um sich vor Ort über die nachhaltige Verwertung von Lebensmittelabfällen zu informieren. Betriebsleiter Matthias Preußner erläutert während der rund zweistündigen Betriebsführung, wie aus Lebensmittel-Abfällen klimaneutrale Energie und wertvoller Biodünger gewonnen werden. Das 1996 gegründete mittelständische Unternehmen, mit 35 Beschäftigten der größte Arbeitgeber Ossenheims, verarbeitet jährlich bis zu 18.000 Tonnen Speisereste aus Großküchen, Gastronomie sowie abgelaufene Backwaren und Getränke. Die angelieferten Speisereste werden zerkleinert, bei 70 Grad hygienisiert und in einem mehrstufigen Prozess zu Biogas vergoren.  Zwei Blockheizkraftwerke mit je 800 Kilowatt Leistung erzeugen daraus Strom für rund 1.200 bis 1.500 Haushalte in der Region – ein wichtiger Beitrag zur lokalen Energieautonomie. Die anfallende Abwärme wird zudem für die Trocknung von Mais und Holz genutzt, während der verbleibende Gärrest als Dünger auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht wird.

Neustes Projekt des Visionärs: Ein Label gegen Lebensmittelverschwendung

Die neueste Innovation des Betriebes ist die Entwicklung des „essensWERT“-Labels gegen Lebensmittelverschwendung (www.essenswert.de). Durch transparente Verwiegung und Datenauswertung durch energor erkennen Küchenleitungen, welche Verluste entstehen. Die Fahrzeuge wurden dafür extra mit Wiegevorrichtungen nachgerüstet. Diese Erkenntnisse ermöglichen eine präzisere Planung und vermeiden Überproduktion spürbar. „Der größte Hebel für Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit liegt nicht im besseren Entsorgen, sondern darin, Lebensmittel gar nicht erst wegzuwerfen“, betonte Preußner. Durch die Vernetzung von Partnerbetrieben und praxisnahem Wissen soll die Initiative täglich bis zu 1.000 Tonnen Lebensmittel-Abfälle einsparen.

„Die Innovationskraft von energor zeigt, wie ökologische und wirtschaftliche Ziele Hand in Hand gehen können“, sagt Ortsbeiratsmitglied Ulla Bröker.“ Solche Projekte sind entscheidend, um die Abhängigkeit von fossilen Energien zu verringern und gleichzeitig regionale Wertschöpfungsketten zu stärken. Wir wünschen dem Betrieb weiterhin viel Erfolg – für Ossenheim und darüber hinaus.“

Termine in Ossenheim

Der Ortsverband Ossenheim von Bündnis 90/Die Grünen möchte noch auf folgenden öffentlichen Veranstaltungen in Ossenheim aufmerksam machen. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich zu informieren und mit den Grünen ins Gespräch zu kommen.

Den Auftakt bildet ein „Grüner Feierabend“ mit Vorstellungsrunde der Kandidierenden für den Ortsbeirat am Freitag, 27. Februar 2026, um 19:30 Uhr im Ossemer Treff.

Am Sonntag, 1. März 2026, um 15:00 Uhr findet ein Rundgang durch Ossenheim statt. Treffpunkt ist die Ecke Nieder-Wöllstädter Straße / Hinter’m Alten Ort. Themen sind unter anderem Flächennutzungsplanung und Naturschutz.

Zum Abschluss laden die Grünen am Mittwoch, 4. März 2026, von 16:00 bis 18:00 Uhr zu einem Informations- und Diskussionsstand an der Florstädter Straße (Höhe Mehrzweckhalle) ein.

Alle Interessierten sind willkommen!

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