Wie die Kommunalpolitik weiblicher werden kann
[vorangestellt ist der Text in einfacher Sprache]
Am 9. Mai gab es ein Treffen in Friedberg. Die Grünen Frauen Friedberg hatten eingeladen.
Frauen aus der Wetterau sprachen über Politik. Das Thema war: Warum Mütter wichtig für die Politik sind.
Die Politikerin Kathrin Anders erzählte von ihren Erfahrungen. Sie ist alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Trotz vieler Schwierigkeiten ging sie in die Politik. Sie sagt: Frauen und Mütter achten oft stärker auf Familien und Gerechtigkeit.
Viele Frauen haben es schwer in der Politik.
Zum Beispiel wegen:
- ungünstiger Sitzungszeiten
- fehlender Kinderbetreuung
- vieler Termine am Wochenende
Die Teilnehmerinnen sammelten Ideen für Verbesserungen.
Zum Beispiel:
- flexiblere Termine
- Geld für Kinderbetreuung
- mehr digitale Treffen
Die Organisatorinnen Anette Kirsch-Altena, Gudrun Friedrich und Michaela Schremmer freuten sich über das große Interesse.
Viele Frauen kamen auch aus anderen Städten. Am Ende war klar:
Mehr Frauen und Mütter sollen in die Politik gehen. Dafür soll es weitere Treffen geben.
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Am 9. Mai luden die Grünen Frauen Friedberg in dasgute.haus ein, um mit Frauen aus Friedberg und Umgebung zu (kommunal-) politischen Themen ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Frauenfrühlings Wetterau statt, der dieses Jahr unter dem Motto „Bühne frei für Frauen“ stand, und hatte das Schwerpunktthema „Warum Mütter in die Politik gehören“.
Die Grüne Landtagsabgeordnete Kathrin Anders gab dazu einen Einblick in die politische Realität – und schilderte eindrucksvoll, was sie 2009 zum Eintritt bei den Grünen bewegte und wie sie als alleinerziehende Mutter von drei Kindern den Einstieg in die Kommunalpolitik bewerkstelligte – trotz vieler Barrieren.
Anders ist überzeugt: „Frauen und insbesondere Mütter treffen politische Entscheidungen mit mehr Blick aufs Gemeinwohl – sei es bei einer generationengerechten Stadtplanung, einer familienfreundlicheren Verkehrs- und Wohnpolitik oder bei den Ausgaben für Gesundheit. Sie sorgen dafür, dass es in den Kommunen gerechter zugeht.“
Strukturelle Hürden halten Frauen mit Care-Verantwortung davon ab, sich kommunalpolitisch zu betätigen – mit fatalen Folgen für die Frauenquote in den kommunalen Gremien. Nur 28 % der kommunalpolitischen Mandatsträger*innen sind weiblich. Deutschland liegt beim Frauenanteil in den Parlamenten im internationalen Ranking auf Platz 44 von 183, hinter Ländern wie Ruanda, Mexiko und den Vereinten Arabischen Emiraten.
Im anschließenden gemeinsamen Gespräch wurden konkrete Hürden – wie familienunfreundliche Sitzungszeiten, fehlender Mutterschutz und zahlreiche Präsenztermine am Wochenende – identifiziert und erste Lösungsvorschläge erarbeitet: flexible Sitzungstermine und eine Aufwandsentschädigung für Kinderbetreuung, ein klarer Rechtsanspruch auf Mandatsübertragung im Mutterschafts‑ und Pflegefall sowie digitale Beteiligungsangebote, die das Netzwerken erleichtern.
Die Initiatorinnen Anette Kirsch-Altena, Gudrun Friedrich und Michaela Schremmer freuten sich über das rege Interesse: „Uns beeindruckt besonders, dass Frauen aus Butzbach, Lich, Karben und Ortenberg den Weg nach Friedberg gefunden haben – ein klares Zeichen, dass es Bedarf an diesen Vernetzungstreffen gibt. Das wollen wir gerne aufgreifen und weiterverfolgen.“
Die Veranstaltung endete mit einem klaren Aufruf: „Lasst uns die Politik weiblicher und niedrigschwelliger gestalten – für vielfältige Perspektiven und eine gerechte Gesellschaft.“ Die Teilnehmerinnen nahmen sich vor, ein Netzwerk zu etablieren, das regelmäßig regionale Treffen organisiert, politische Fachvorträge einbindet und gezielt Mütter für kommunalpolitisches Engagement wirbt. Weitere Veranstaltungen werden folgen.







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