Kein Anschluss zum schnellen Internet für Bruchenbrücken: Bürgermeister lässt Bruchenbrücken im Stich

Überall in Friedberg wird das schnelle Internet erwartet. Kommt es auch in alle Haushalte ?

GRÜNE Stadtverordnete wird aktiv
Infoveranstaltung der Telekom für alle Stadtteile am 5. Dezember

In der Stadtverordnetenversammlung am 13. Oktober 2016 erklärte Bürgermeister Keller auf die Anfrage der Stadtverordneten Marie Hohmann (GRÜNE), dass er sich nicht in der Verantwortung sehe, die Benachteiligung der Bruchenbrücker beim schnellen Internet zu beseitigen. Anders als in anderen Stadtteilen Friedbergs wird hier der Ausbau mit Glasfasertechnologie von der Telekom nicht vorangetrieben.  Er verwies auf die Bundesnetzagentur, welche jedoch in allen uns bekannten Antworten zu dieser Frage ebenfalls von sich auf weitere Stellen verweist.

Die Fraktionen des Ortsbeirats Bruchenbrücken (CDU, GRÜNE, FDP) forderten einstimmig die Stadt zu einer Stellungnahme zu diesen Ausbauplänen auf. Auch wenn Bürgermeister Keller in der Stadtverordnetenversammlung zugeben musste, dass die Probleme in Bruchenbrücken mit extrem langsamen Datentransfer und häufigen Ausfällen allgemein bekannt sind, liegt uns GRÜNEN noch keine formelle Beantwortung vor.

Aus dieser Not heraus wurde vor einigen Jahren eine Initiative in Bruchenbrücken gegründet und ein teilweise privat finanzierter Vertrag mit dem Internetversorger OR Network unterschrieben. Dieser Service kann jedoch wegen seiner Unzulänglichkeiten von einem großen Teil der Anwohner nicht genutzt werden, die trotz aller Unwegsamkeit Internet per Funk vorziehen. Wer sich also mit eigenen Mitteln an die Notlösung mit OR Network beteiligte oder wer sich mit dem mittlerweile überlasteten Mobilfunkstandard LTE durchkämpfen muss, fühlt sich von der Stadt Friedberg im Stich gelassen.

Daraus ergeben sich erhebliche Einschränkungen für Privathaushalte, die sich auch auf die berufliche Tätigkeit auswirkt. Selbstständige und Studierende sind besonders betroffen und sollen es wohl bleiben. In der Tat sollen trotz Vectoring in Bruchenbrücken Bandbreiten von lediglich bis zu 50 Mbits pro Sekunde – real deutlich weniger – erhalten bleiben. Bürgermeister Keller brüstet sich aber mit einer Datenübertragungsgeschwindigkeit von bis zu 100 Mbits, die bald auf 250 Mbits ausgeweitet werden soll, in Friedberg und allen Stadtteilen – außer Bruchenbrücken.

Die GRÜNEN Friedberg werden daher eine überparteiliche, starke Bürgerinitiative für eine leistungsstarke, glasfaserkabelgebundene Anbindung von Bruchenbrücken aus aller Kraft unterstützen.

An alle betroffenen Bruchenbrücker: Die Telekom veranstaltet im Dorfgemeinschaftshaus Bauernheim am 7. Dezember einen Info-Abend, der sich ausdrücklich an alle Friedberger Bürger richtet. Wir wünschen uns ein starkes Auftreten für Bruchenbrücken

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