Energiewende für Friedberg im Blindflug: Kooperation verweigert Planungssicherheit beim Friedberger Stromnetz

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen kritisiert die Ablehnung ihres Antrags auf eine transparente Netzkapazitätsübersicht in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Der Antrag forderte den Magistrat auf, gemeinsam mit der OVAG eine detaillierte, straßenscharfe Übersicht der verfügbaren Stromnetzkapazitäten für Friedberg zu erstellen. Ziel war es, den Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen dringend benötigte Planungssicherheit für Investitionen in Photovoltaik, Wärmepumpen, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur zu geben.

Die Kooperation aus CDU/FW/FDP lehnte den Vorstoß jedoch ab. Zur Begründung hieß es, die Stadt habe bei diesem Thema keine Handlungsmöglichkeiten und eine solche Transparenz mache das Stromnetz möglicherweise zu einem potenziellen Angriffsziel.

Die Grünen weisen diese Argumentation entschieden als realitätsfremd und vorgeschoben zurück. „Die OVAG ist unser kommunales Unternehmen und Konzessionär“, erklärt Christoph Gruss, Mitinitiator des Antrags. „Gerade im Hinblick auf die kommenden Netzanforderungen und die kommunale Wärmeplanung müssen Stadt und Netzbetreiber Hand in Hand arbeiten. Die Behauptung, die Stadt könne hier nicht gestaltend einwirken, ist schlichtweg falsch.“

Auch das angeführte Sicherheitsrisiko (KRITIS) ist völlig haltlos. In dem Antrag wurde nie gefordert, sensible und detaillierte Schaltpläne von Trafostationen zu veröffentlichen. Ein einfaches, sicheres Ampelsystem auf Straßenebene reicht völlig aus, um zu zeigen, wo Kapazitäten vorhanden sind. Andere Städte praktizieren dies längst.

Der aktuelle Blindflug schadet dem Standort Friedberg, das ist Fakt. Wer heute investieren will, stößt auf Planungsunsicherheit, mögliche Abregelungsszenarien und lange Wartezeiten. Eine Übersicht hätte Bürokratie und händische Einzelprüfungen erspart, da Planer sofort sehen könnten, was machbar ist. Zudem hätten Stadt und OVAG Engpässe frühzeitig erkennen und den Netzausbau gezielt und vorausschauend vorantreiben können, anstatt nur reaktiv auf Einzelanträge zu antworten.

Die Grünen warnen mit Nachdruck: Die Blockadehaltung der Kooperation führt dazu, dass wichtige private und gewerbliche Energieprojekte in der Warteschleife hängen bleiben. Transparenz über unsere Infrastruktur ist der einzige Schlüssel, um die Energiewende vor Ort nicht an technischen Flaschenhälsen scheitern zu lassen.


[Text in einfacher Sprache]

Streit um Strom-Netz in Friedberg

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen kritisiert eine Entscheidung im Stadt-Parlament von Friedberg. Die Grünen wollten mehr Informationen über das Strom-Netz in Friedberg. Dafür stellten sie einen Antrag. Die Stadt und die OVAG sollten zusammen eine Übersicht erstellen. Die Übersicht sollte für jede Straße zeigen:

  • Wo gibt es noch Platz im Strom-Netz?
  • Wo ist das Strom-Netz schon voll?

Die Menschen in Friedberg sollten dadurch besser planen können. Zum Beispiel bei:

  • Solar-Anlagen auf dem Dach.
  • Heizungen mit Wärme-Pumpen.
  • Strom-Speichern.
  • Lade-Stationen für Elektro-Autos.

Die Parteien CDU, Freie Wähler und FDP lehnten den Antrag ab. Sie nannten dafür 2 Gründe:

  • Die Stadt kann bei diesem Thema nichts machen.
  • Die Übersicht könnte ein Sicherheits-Risiko sein.

Die Grünen finden diese Gründe falsch.

Christoph Gruss von den Grünen sagt: Die OVAG gehört zu den Unternehmen von der Stadt. Die Stadt und die OVAG müssen beim Strom-Netz zusammenarbeiten.

Die Grünen sagen auch: Die Übersicht ist kein Sicherheits-Risiko. Die Grünen wollen keine geheimen Pläne von Strom-Anlagen veröffentlichen. Sie wollen nur eine einfache Übersicht mit Farben.

Die Farben sollen zeigen:

  • Grün bedeutet: Hier gibt es noch Platz im Strom-Netz.
  • Gelb bedeutet: Hier gibt es nur noch wenig Platz.
  • Rot bedeutet: Hier gibt es keinen freien Platz mehr.

Andere Städte nutzen solche Übersichten bereits. Die Grünen sehen große Nachteile für Friedberg. Denn viele Menschen und Unternehmen wollen in neue Energie-Anlagen investieren.

Doch oft gibt es Probleme:

  • Die Menschen wissen nicht, ob das Strom-Netz genug Platz hat.
  • Die Prüfung von Anträgen dauert lange.
  • Manche Anlagen können nicht immer ihre ganze Energie ins Netz einspeisen.

Eine Übersicht könnte diese Probleme verringern. Die Stadt und die OVAG könnten Probleme im Strom-Netz früher erkennen. Dann könnten sie das Strom-Netz rechtzeitig ausbauen.

Die Grünen warnen vor weiteren Folgen. Viele wichtige Projekte könnten sich verzögern. Das betrifft private Haushalte und Unternehmen. Die Grünen wollen deshalb mehr Informationen über das Strom-Netz.

So können mehr Menschen bei der Energie-Wende mitmachen.

Neuer Vorstand der Friedberger…