Dringender Handlungsbedarf – Stadtklima- und Vulnerabilitätsanalyse für Friedberg

Blick auf die Seewiese nach langer Hitze- und Dürrperiode

Angesichts der aktuellen Hitzewellen und der dramatischen Folgen für die Bevölkerung forderte die Fraktion der Grünen in der letzten Stadtverordnetenversammlung die umgehende Beauftragung einer Stadtklima- und Vulnerabilitätsanalyse für Friedberg. Ein entsprechender Antrag wurde leider mit der Mehrheit der Kooperation aus CDU, FW und FDP abgelehnt – eine Entscheidung, die angesichts der aktuellen Klimakrise und der steigenden Zahl an Hitzetoten nicht nachvollziehbar ist.

Mehr als 15.000 Hitzetote in diesem Jahr – Friedberg muss handeln

Allein in diesem Jahr gab es in Deutschland mehr als 15.000 hitzebedingte Todesfälle. Auch in Friedberg waren Menschen betroffen. Ein bereits 2022 beschlossener Hitzeschutzaktionsplan hätte hier Abhilfe schaffen können. Doch bis heute fehlt es an konkreten Maßnahmen. Stattdessen soll nun das Klimaanpassungsmanagement diese Aufgabe übernehmen – doch ohne die notwendigen Grundlagen wird dies zum zähen Prozess.

Stadtklima- und Vulnerabilitätsanalyse: Die Grundlage für wirksamen Klimaschutz

Die geforderte Stadtklima- und Vulnerabilitätsanalyse ist ein zentrales Instrument, um gezielt gegen die Folgen des Klimawandels vorzugehen. Sie liefert belastbare Daten darüber, wo in der Stadt besonders hohe Temperaturen herrschen, warum bestimmte Gebiete betroffen sind und wie hitzeempfindliche Bevölkerungsgruppen verteilt sind. Diese Informationen sind essenziell für die Erstellung eines wirksamen Hitzeschutzaktionsplans, die Bauleitplanung und Stadtentwicklung sowie für die Maßnahmen zum Klima- und Katastrophenschutz.

Die Ergebnisse der Analyse würden in einer Planungshinweiskarte zusammengefasst, die als Grundlage für zukünftige Entscheidungen dient. Nur so können Maßnahmen priorisiert und zielgerichtet umgesetzt werden.

Fördergelder nutzen – jetzt handeln!

Ein weiterer dringender Grund für die umgehende Beauftragung der Analyse ist die Förderstruktur der hessischen Klimarichtlinie. Aktuell steht eine Förderung von 75 % für Maßnahmen zur Klimaanpassung zur Verfügung – ein Angebot, das Friedberg als Klimakommune nutzen sollte. Doch diese Mittel müssen jährlich abgerufen werden. Zögern wir weiter, verpassen wir die Chance, die notwendigen Schritte finanziert umzusetzen.

Kein Hitzeanpassungskonzept ohne Analyse

Die Verwaltung verweist darauf, dass ein Hitzeanpassungskonzept erarbeitet werden soll. Doch genau hier zeigt sich der Handlungsbedarf: Ein solches Konzept kann erst sinnvoll erstellt werden, wenn eine Stadtklima- und Vulnerabilitätsanalyse die notwendigen Grundlagen liefert. Ohne diese Daten fehlt die Basis für fundierte Entscheidungen.

Fazit: Vorsorge statt Nachsorge

„Wir können nicht länger warten, bis Hitzeprobleme und Schäden noch stärker spürbar sind. Jetzt ist der Zeitpunkt, um die Analysen in Auftrag zu geben und unserem künftigen Klimaanpassungsmanagement die notwendigen Werkzeuge an die Hand zu geben“, so Gudrun Friedrich, Stadtverordnete der Grünen. „Nur mit belastbaren Daten können wir schnell und fundiert handeln – zum Schutz unserer Bürgerinnen und unserer Stadt. Leider ist diese Chance durch die Ablehnung von CDU, Freien Wählern und FDP vorerst vertan.“


[Text in einfacher Sprache:]

Friedberg braucht mehr Schutz vor Hitze

In Friedberg wird es immer heißer. Hitze kann Menschen krank machen. Hitze kann Menschen das Leben kosten.

Die Grünen fordern deshalb eine Untersuchung für Friedberg. Die Untersuchung soll wichtige Fragen beantworten:

  • Wo ist es in Friedberg besonders heiß?
  • Welche Gebiete sind besonders betroffen?
  • Welche Menschen brauchen besonderen Schutz?

Die Stadt kann dann besser gegen Hitze handeln.

Die Untersuchung ist wichtig

Die Untersuchung liefert wichtige Daten. Die Daten zeigen die Hitze-Gefahr in Friedberg. Die Daten zeigen auch besonders gefährdete Menschen. Die Stadt kann damit einen guten Hitze-Schutz-Plan machen.

Der Plan hilft bei:

  • der Stadt-Planung
  • neuen Bau-Projekten
  • dem Klima-Schutz
  • dem Schutz vor Katastrophen

Geld für den Klima-Schutz

Das Land Hessen unterstützt Maßnahmen gegen die Folgen vom Klima-Wandel. Friedberg kann dafür Förder-Geld bekommen. Förder-Geld ist Geld für bestimmte Aufgaben.

Das Land Hessen kann einen großen Teil der Kosten übernehmen. Friedberg muss die Förder-Gelder rechtzeitig beantragen.

Die Grünen fordern schnelles Handeln

Die Stadt möchte einen Hitze-Schutz-Plan erstellen. Dafür braucht die Stadt zuerst wichtige Daten. Die Stadt braucht deshalb die Stadt-Klima- und Verwundbarkeits-Analyse.

Die Grünen fordern deshalb:

  • Die Stadt soll die Untersuchung schnell in Auftrag geben.
  • Die Stadt soll die Förder-Gelder nutzen.
  • Die Stadt soll Menschen besser vor Hitze schützen.

Der Antrag von den Grünen bekam keine Mehrheit. CDU, Freie Wähler und FDP stimmten gegen den Antrag. Die Grünen kritisieren diese Entscheidung.

Sie fordern mehr Vorsorge für die Menschen in Friedberg.

Einladung zum Kommunalpolitisc…