Verkehrsuntersuchung B-Plan 30 “Zuckerfabrik”

Antrag vom: 05.02.2021
Vorlagen-Nr.: 16-21/1790
Der Antrag wurde:
am 18.02.2021 von der StvV. abgelehnt

Antragstext

Der Magistrat wird beauftragt, die Vorlage B-Plan 30 „Zuckerfabrik“ zurückzustellen und eine Verkehrsuntersuchung durchzuführen, wie von Hessen Mobil und Wetteraukreis gefordert. In der Verkehrsuntersuchung sind vier Varianten und deren Auswirkung auf die Verkehrsbelastung insbesondere am Knotenpunkt Fritz-Reuter-Str./Fauerbacher Str. zu prüfen:

  1. Entwicklung des Gebiets entspr. der 4. Änderung, Stand 01/2021
  2. Entwicklung des Gebiets als autoarmes Quartier mit um 25% reduziertem MIV-Anteil
  3. Die Umlegung der B275, entsprechend des Antrags 16-21/1681 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 21. Oktober 2020
  4. Die Kombination aus Variante 2 und Variante 3 (Autoarm und Umlegung der B275)

Begründung

Die Verkehrssituation am Knotenpunkt Fritz-Reuter-Str./Fauerbacher Str. stellt sich als äußerst unbefriedigend dar. Das Verkehrsaufkommen ist in den Spitzenstunden bereits jetzt so hoch, dass im Rahmen der Verkehrsuntersuchung zum B-Plan „Am Kindergarten“ rechnerisch eine Qualitätsstufe E bzw. F, anhand der Videoaufzeichnungen eine Qualitätsstufe D ermittelt wurde. Die Qualitätsstufe D beschreibt die Situation so, dass es im Kfz-Verkehr bereits heute häufig zu Rückstau kommt.

Nun sollen weitere 250 Wohneinheiten entstehen, die nach der derzeitigen Planung mindestens genauso viele weitere Pkw für dieses Quartier bedeuten. Diese weiteren Pkw werden den Knotenpunkt Fritz-Reuter-Str./Fauerbacher Str. zusätzlich belasten und die Situation weiter verschlechtern.

Sowohl Hessen Mobil, als auch der Wetteraukreis haben in ihren Einwendungen zum B-Plan diesbezüglich erhebliche Bedenken angemeldet und beide Institutionen verweisen darauf, dass keine belastbaren Informationen darüber vorliegen, wie sich die Bebauung des Gebiets „Zuckerfabrik“ auf den Knotenpunkt auswirken wird.

Wenn es aufgrund steigender Verkehrsbelastungen zu Kapazitätsengpässen entlang der B275 kommen wird, dann muss die Stadt Friedberg finanziell für die notwendigen baulichen Maßnahmen aufkommen, um diesen Engpass zu beheben.

Um diese finanziellen Folgen, die durch den Bau des Geländes „Zuckerfabrik“, auf die Stadt Friedberg zu kommen können, abzuschätzen, ist eine Verkehrsuntersuchung notwendig, die diese Folgen und auch Alternativlösungen aufzeigt.